1. Mai: Bis zu 20 000 Menschen tragen den Protest gegen Krise, Krieg und Kapitalismus „ins Herz der Bestie“
02. Mai 2013
Die Demonstration gliederte sich in viele verschiedene Blöcke, die konkrete Bewegungen und Kämpfe thematisierten, die hier in BRD aktuell gegen die Auswirkungen des kapitalistischen Verwertungswahns geführt werden. Neben dem Bündnisblock, wo Aktivist_innen aus Griechenland, vermummte Autonome und Sympathisant_innen türkischer und kurdischer revolutionärer Organisationen solidarisch Schulter an Schulter liefen, gab es den Klassenkämpferischen Block linker Gewerschaftler und kommunistischer Gruppen, einen Jugendblock linker Jugendorganisationen und Gewerkschaftsjugenden, den Block der Kampagne „Fight Racism Now“ zur Unterstützung der selbstorganisierten Kämpfe der Flüchtlinge, einen Mieter_innenblock und einen der Berliner Bloccupy Plattform.
An der Heinrich-Heine-Straße artikulierten anarchistische Aktivist_innen ihre Ablehnung des Kapitalismus ganz handfest an einer Filiale der Sparkasse. Im Anschluss kam es auf der Heinrich-Heine-Straße und der Oranienstrasse immer wieder zu militanten Auseinandersetzungen mit der Staatsgewalt. Kurzzeitig sah es so aus als ob die Polizei wie im Vorjahr die Demonstration stoppen und auseinanderprügeln würde. Durch das besonnene und solidarische Handeln der Demonstrationsteilnehmer_innen konnte eine ungeplante Eskalation und ein Auseinanderbrechen des Demonstrationszuges jedoch verhindert werden. Zuvor waren die tausenden Demonstrant_innen immer wieder von Dächern an der Wegsstrecke von vermummten Aktivist_innen mit Pyrotechnik, Fahnen und Transparenten wie „Kampf dem Kapital“ und „Crisis. Racism. Fight Capitalism!“ gegrüsst worden.
Begonnen hatte die Demonstration kurz nach 18 Uhr am Lausitzer Platz in Berlin mit der Begrüssungsrede des revolutionären 1.-Mai-Bündnis und einem Konzert des HipHop-Kollektiv „La Gale“ aus Beirut/Lausanne. Anschliessend sprachen Gewerkschaftsaktivist_innen aus Griechenland zu den katastrophalen sozialen Auswirkungen des neuen deutschen Sendungsbewusstseins in ihrem Land und ein Aktivist der Mieter_innenbewegung zu dem Widerstand gegen Mieterhöhung, Zwangsräumungen und dem tragischen Tod von Rosemarie F. Anschliessend wurde über die Antifa-Proteste gegen den Naziaufmarsch in Schöneweide am Vormittag und den revolutionären 1. Mai in Istanbul berichtet, wo es nach einem Demoverbot für den symbolträchtigen „Taksim Platz“ zu schweren Strassenschlachten zwischen linken DemonstrantInnen und der Polizei gekommen war. Anschliessend setzte sich der Demonstrationszug um 19 Uhr, weit früher als üblich, in Richtung Köpenicker Straße in Bewegung, während auf dem Lautsprecherwagen des Bündnisses ein Mitglied der linken HipHop-Urgesteine von Anarchist Academy ein paar ihrer Tracks live performte. In deutsch, türkisch und englisch wurde immer wieder auf das Anliegen der Demonstration hingewiesen und dazu aufgerufen geschlossen zu laufen um der Polizei keine Möglichkeit zu bieten die Demonstration auseinanderzuprügeln. Neben Redebeiträgen zur NSU, der Geschichte des 1. Mai und einem Redebeitrag der Köpi und des räumungsbedrohten Wagenplatzes zur ihrer aktuellen Situation gab es auch Grußbotschaften von politischen Gefangenen aus aller Welt. Neben einer Audio-Grussbotschaft des afroamerikanischen politischen Gefangenen Mumia Abu-Jamal an die Demonstrant_innen wurde ein Grusswort des inhaftierten PKK-Vorsitzenden Abdullah Öcalan verlesen. Anschliessend übermittelte die Frau des in Frankfreich inhaftierten türkischen Revolutionär Nezif Eski per Telefon ihre Grüsse und die ihres Mannes an die Demonstrant_innen. Nezis Eski befindet sich seit 51 Tagen im Hungerstreik um gegen seine menschenunwürdige Behandlung im Knast wiederstand zu leisten. Seine gesundheitliche Situation wird immer kritischer.
Im Anschluss an die Demonstration griff die Berliner Polizei mehrfach Menschen auf dem Weg zurück nach Kreuzberg an, mehrere Festnahmen und Verletzte wurden beobachtet. Auch am Kottbusser Tor am Rande des Myfestes kam es in den Abendstunden immer wieder zu den üblichen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Dem Berliner Ermittlungsausschuss sind während und nach der Demo 25 Festnahmen gemeldet worden, vier Personen sitzen unter Umständen noch in Haft.
Auswertung: (B) Die Wege, die wir gehen ...
15. Mai 2013
Link: polizeikongress2013.blogsport.de/2013/05/06/b-die-wege-die-wir-gehen
Links: polizeikongress2013.blogsport.deSie nennen es den friedlichsten ersten Mai seit 1987, wir sagen: Schön für euch. Ihr mögt sogar recht haben, berücksichtigt man, mit welchen Zahlenspielereien solch ein Fazit gezogen wird. Anzahl der Festnahmen plus die Zahl der verletzten Bullen und vielleicht noch die Höhe des Sachschadens sind das Ausschlaggebende für die Herrschenden. Je nach dem was politisch gerade gewollt ist, wird entweder der friedlichste erste Mai beschworen oder aus einer brennender Mülltonne die wildeste Straßenschlachten herbei phantasiert.
Wie dem auch sei, wir schenken dem nicht sehr viel Beachtung, denn es ist klar, dass diese Zahlen alleine in ihren Händen liegen und vor Allem nur wenig damit zu tun haben, ob etwas qualitativ gut oder schlecht war.
Um diese Frage der Qualität zu beantworten macht es Sinn nochmal genauer darauf einzugehen, was wir uns vom ersten Mai erhofft haben, wieso wir als Gruppe daran Teil genommen haben und weshalb wir die Idee des anarchistischen Mobs mitgetragen haben.
Die „revolutionäre 1.Mai Demo“
Angeknüpft an die Diskussionen rund um die unangemeldeten Demos zum Todestag von Carlo und dem Polizeikongress, fanden wir den Gedanken, die „revolutionäre 1. Mai Demo“ mit ähnlichen Fragestellungen anzugehen, sehr reizend, denn schon lange können wir, in Anbetracht der Art und Weise wie diese Demo vom Bündnis organisiert und umgesetzt wird, eigentlich nur noch mit dem Kopf schütteln.
Erstens wegen der inhaltlichen Ausrichtung, welche die letzten Jahre unverhältnismäßig von nur einigen wenigen Gruppen aus dem Bündnis dominiert wurde, zweitens aufgrund der Selbst-Inszenierung dieser Zusammenhänge und drittens wegen der Herangehensweise an diesen Tag: Anmeldung, Bullengespräche, Pressekonferenzen, Interviews.
Gekrönt wurde das diesjährige Spektakel mit einer Delegation der griechischen Linkspartei „Syriza“. Ein reiner Selbstzweck, um den internationalen Habitus am Leben zu halten. Und während die Szeneprominenz gegen Nationalismus wetterte, mussten sich einige beherzte DemoteilnehmerInnen immer wieder mit einem Menschen herum streiten, auf dass dieser doch endlich seine griechische Nationalflagge einpackt. Was solch reformistische, parlamentarische Kräfte – nicht nur aus Griechenland – auf einer revolutionären Demonstration zu suchen haben fragen wir uns jedes Jahr.
Heraus zum revolutionären 1. Mai 2013
30. April 2013
Die revolutionäre 1.-Mai-Demonstration startet in diesem Jahr am Lausitzer Platz in der Nähe des U-Bahnhofs Görlitzer Bahnhof und soll von dort ins Berliner Regierungsviertel zur „Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland“ führen. Ziel ist es den Protest gegen die vor allem vom deutschen Imperialismus vorangetriebene EU-Krisenpolitik, die eine massive Verarmung von großen Teilen der europäischen Bevölkerung zur Folge hat ins „Herz der Bestie“ zu tragen.
Weitere zentrale Themen der Demonstration, die in diesem Jahr unter dem Motto „Zusammen Kämpfen gegen Krise, Krieg und Kapitalismus – Einzige Lösung: Revolution – Tek Yol Devrim – One Solution Revolution!“ steht, sind die aktuellen Kämpfe gegen Mieterhöhung, soziale Verdrängung und Zwangsräumungen und der Kampf der Flüchtlinge gegen Residenzpflicht und das rassistische europäische Migrationsregime.
Die angemeldete Route geht über die Eisenbahnstrasse, die Köpenicker Straße (vorbei an der Köpi und dem akut bedrohten Wagenplatz), die Heinrich-Heine-Straße, die Oranienstraße, die Rudi-Dutschke-Straße (vorbei an Springer, der Wohnungsbaugesellschaft GSW und dem Kreuzberger Job-Center), die Wilhelmstrasse (vorbei am Bundesministerium für Finanzen), die Französische Straße, die Glinkastrasse und endet auf dem Boulevard Unter den Linden. Die Polizei hat unter anderem Teile der Route durch die Rudi-Dutschke Strasse verbieten lassen und will die Demonstration stattdessen über die Axel-Springer-Strasse und die Leipziger Strasse führen. Das Bündnis hat gegen diese Einschränkung des Demonstrationsrechts Klage eingereicht. Das Gericht hat am Montag das Verbot, durch die Rudi-Dutschke-Straße zu ziehen bestätigt.
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Aufruf stadtpolitischer Initiativen zum 30.4./1.5.
27. April 2013
Kein Tag vergeht ohne eine Meldung zu den Auswirkungen der in Windeseile sich vollziehenden Stadtumstrukturierung. Sozialabbau, Verdrängung und steigende Mieten sind bestimmende Themen. Dort die Schließung einer SeniorInneneinrichtung oder eines Jugendclubs, hier die nächste Zwangsräumung. Unaufgedeckt bleiben häufig die systematischen und alltäglichen Gängelungen in Jobcenter und am lohngedumpten Arbeitsplatz.
Weiterlesen: Aufruf stadtpolitischer Initiativen zum 30.4./1.5.
Jugendaufruf zum 1. Mai
27. April 2013
Kundgebung gegen Privatisierung der Berliner S-Bahn
27. April 2013
Kundgebung | Montag, 29.04.2013 | 17 Uhr | Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt | Württembergische Straße 6, Nähe U Fehrbelliner Platz
Bundesweite 1.-Mai-Zeitung 2013
27. April 2013
1.-Mai-Zeitung als PDF
Aufruf: Frauenkämpfe und Erster Mai
28. April 2013
Keine Befreiung der Frau ohne Revolution – keine Revolution ohne Befreiung der Frau
Der erste Mai wird weltweit als Kampftag der Arbeiter_innen begangen, er geht zurück auf den von der nordamerikanischen Arbeiter_innenbewegung organisierten Generalstreik am 1. Mai 1886. In Erinnerung an die Massendemonstrationen und mehrtägigen Streiks, die blutig niedergeschlagen wurden und eine globale Welle der Solidarität auslösten, rief der Gründungskongress der Zweiten Internationale den Tag als weltweiten Kampftag ins Leben. Ende des 19. Jahrhunderts in Chicago kämpften die Arbeiter_innen für den 8-Stunden-Tag und bis heute nehmen die Kämpfe um Arbeitsbedingungen und Löhne am ersten Mai eine zentrale Rolle ein.
Aufruf der Blockupy-Plattform Berlin
25. April 2013
1. Mai mit Blockupy!Am Arbeiter_innenkampftag heißt es auch für Blockupy: Heraus zur revolutionären 1. Mai Demonstration in Berlin!
Seit 2008 spitzen sich kapitalistische Zustände in Europa zu: Die Abschaffung des Sozialstaats und die zunehmende Prekarisierung erfahren insbesondere in der europäischen Peripherie in Zeiten der Krise kapitalistischen Wirtschaftens einen neuen Höhepunkt. Deutschland gilt aufgrund der exportstarken Wirtschaft und der bereits früh durchgesetzten Agenda 2010 als wenig von der Krise betroffen und wird gerne „Krisengewinner“ genannt.
Davon bekommen wir wenig zu spüren: Die JobCenter drohen immerwährend mit der Streichung von Hartz IV und zwingen uns zu unwürdiger Arbeit, die Nahrungsmittelpreise steigen – und noch rasanter steigen die Mieten. Eine Wohnung in der Innenstadt ist kaum noch bezahlbar, Zwangsräumungen nehmen in Berlin wie auch in anderen Städten zu. Der Tod der zwangsräumten Rentnerin Rosemarie ist ein trauriger Beweis dafür, dass Hausbesitzer für den Profit durch Wohnraum sogar über Leichen gehen.
AUFRUF ZUM ANTIRASSISTISCHEN BLOCK AUF DER REVOLUTIONÄREN 1.-MAI-DEMONSTRATION
25. April 2013
Auch hier zeigte sich Deutschland als Vorreiter: Begleitet von einer Welle rassistischer Gewalt im ganzen Land, wurde im Jahr 1993 das Grundrecht auf Asyl faktisch abgeschafft. Die eingeführte Drittstaatenregelung, die unerwünschte Asylanträge in Deutschland verhindern sollte, ist mittlerweile EU-Standard. Gleichzeitig sollen Lagerunterbringung und rassistische Sondergesetze wie die Residenzpflicht und das Arbeitsverbot zeigen, wer hier erwünscht ist und wer nicht. Die Einschränkung des Asylrechts auf “politisch Verfolgte”, mit dem Schlagwort vom “Asylmissbrauch” im Schlepptau, blendet globale Macht- und Ausbeutungsverhältnisse systematisch aus – und damit die Schuld und Verantwortung Deutschlands und Europas. Koloniale Unterdrückung setzt sich heute in den Hierarchien des kapitalistischen Weltmarkts fort, in seinen gesellschaftlich produzierten Verwüstungen und Krisen.
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Klassenkämpferischer Block Aufruf 2013
22. April 2013
Prekarisierung & Privatisierung gleich Profitmaximierung – Dem Kapitalismus den Kampf ansagen!
gegen niedriglohn und leiharbeit
Unsichere Arbeitsverhältnisse haben sich in der BRD in den letzten Jahren massiv ausgebreitet. »Normalarbeitsverhältnisse« wurden abgebaut und gleichzeitig hat sich der Anteil der Lohnabhängigen in Minijobs, Leih- und Zeitarbeit sowie Teilzeitarbeit stark erhöht. Immer mehr Menschen sind prekär beschäftigt, das heißt sie haben befristete Verträge, leisten unbezahlte Praktika, haben weniger Rechte oder ein sehr niedriges Einkommen.
Bereiche in denen prekäre Beschäftigung vorherrschen sind zum Beispiel Call-Center, Gastronomie, Friseurhandwerk und Einzelhandel. Die Agentur für Arbeit zwingt zudem Erwerbslose zu Zehntausenden prekäre Arbeitsverhältnisse einzugehen. In besonderem Maße sind Frauen von dieser Entwicklung betroffen. Der Anteil von Frauen im Niedriglohnsektor beträgt 70 Prozent. Im Gesundheits-, Sozial- und Erziehungswesen – Bereiche in denen überproportional Frauen arbeiten – sind unsichere Beschäftigungsverhältnisse, Leiharbeit und eine hohe Arbeitsintensität stark verbreitet.
Kiezspaziergang zu Orten von Mieter_innenverdrängung und -widerstand in Friedrichshain
20. April 2013
Wer mit wachen Augen durch Friedrichshain geht, wird es merken. Die Zahl der Baustellen hat zugenommen. Meistens informieren Hinweisschilder gleich noch, wo sich Interessent_innen von Eigentumswohnungen hinwenden können, wenn sie hier investieren wollen. Menschen mit geringen Einkommen hingegen müssen sich auch in Friedrichshain zunehmend fragen, ob und wie lange sie sich die Wohnung hier noch leisten können. In einigen Häusern versuchen Eigentümer_innen die Bewohner_innen mit juristischen Mitteln und Schikanen zum Wegzug zu bewegen. Aber es gibt auch vielfältige Formen von Protest und Widerstand. Bewohner_innen informieren sich über ihre Rechte, wehren sich juristisch gegen Eigentümer_innenwillkür, schließen sich zusammen.Weiterlesen: Kiezspaziergang zu Orten von Mieter_innenverdrängung und -widerstand in Friedrichshain
Neue Route und Pressemitteilung des revolutionären 1.-Mai-Bündnis
18. April 2013
Die diesjährige revolutionäre 1. Mai-Demonstration wird die unterschiedlichen Kämpfe Berlins auf die Straße bringen. So werden sich die kämpfenden Flüchtlinge lautstark an der Demonstration beteiligen und auch die aktuellen Proteste der Berliner Mieterinnen werden einen kraftvollen Ausdruck finden.Weiterlesen: Neue Route und Pressemitteilung des revolutionären 1.-Mai-Bündnis
Diskussion: 1. Mai – überholtes Ritual oder nötiger Widerstand?
14. April 2013
Verfasst von: Kreuzberger Anarchist_innen.
Links: polizeikongress2013.blogsport.de und linksunten.indymedia.org/de/node/83183
Liebe Kreuzbergerinnen und Kreuzberger,
in einigen Tagen wird unser Kiez wieder zum Aufmarschgebiet Tausender Polizisten und Schauplatz einer Demonstration, die entweder als „revolutionär“ oder als „sinnentleertes Gewaltritual“ bezeichnet wird. Der Berliner Senat und der Bezirk haben in der Vergangenheit weder Kosten noch Mühen gescheut um den 1.Mai zu entpolitisieren und die Demonstrierenden als „betrunkene Chaoten“ zu diskreditieren.
Dazu wurde mit dem Myfest eine Fress- und Saufmeile erfunden, die Weihnachtsmarkt, Karneval und Love Parade vereint und den BesucherInnen das Gefühl einer politischen Party geben soll, obwohl sie nur als Deckungsmasse für die in den Höfen stationierten Polizeihundertschaften instrumentalisiert werden.Weiterlesen: Diskussion: 1. Mai – überholtes Ritual oder nötiger Widerstand?
Aufruf des revolutionären 1.-Mai-Bündnis 2013
14. April 2013
Zusammen kämpfen gegen Kapitalismus, Krise und Krieg
Weltweit kämpfen Menschen jeden Tag gegen die Folgen des Kapitalismus, der täglich Tausende durch Hunger, Krieg, behandelbare Krankheiten und erbarmungslose Ausbeutung tötet. Wir sind solidarisch mit ihnen, im Kampf gegen das Kapital und auch im Protest am 1. Mai, als Symbol für den internationalen, revolutionären Kampf.
Kapitalismus ist die Krise
Die kapitalistische Produktionsweise beruht auf der Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft, um möglichst viel Profit zu machen. Dabei ist das nationale Standortinteresse Ausdruck der Konkurrenz von Kapital um Verwertungsmöglichkeiten. Zur Erhaltung des Profits wird besonders in einer Wirtschaftskrise die Ausbeutung von Lohnabhängigen verschärft, entsprechend der Stellung der Nationalstaaten verschlechtern sich die Lebensbedingungen. Die Schuld dafür schieben viele einem angeblich schlechten Kapitalismus zu, in dem die Banken sich bereichern. Sie wünschen sich einen guten Kapitalismus, der durch den Staat gebändigt wird. Doch uns ist eines klar: Der weltweite Kapitalismus im Normalzustand bedeutet für die meisten Menschen schon eine Katastrophe. Im internationalen Hauen und Stechen um die besten Verwertungsmöglichkeiten muss es viele VerliererInnen geben. Gewinnen können nur wenige.
Anarchistischer Aufruf zum 1. Mai 2013
14. April 2013
Unser Angebot am 1.Mai in Kreuzberg ist ein anarchistischer Block – oder damit es sich nicht so abgrenzend anhört – Mob, Haufen oder Zusammenrottung von Individuen und Gruppen, mit dem Ziel sich diesen Tag nicht von den Bullen diktieren zulassen und Kommunikationsformen für andere Tage und Situationen auszuprobieren.
Die anarchistische Präsenz auf dieser Demonstration wird ihre TeilnehmerInnen nicht in sinnlos riskante Situationen bringen, wie zum Beispiel im letzten Jahr vor dem Jüdischen Museum oder bei den jährlichen Massenfestnahmen abends am Kotti. Wir sind der Mob, der weder Vorkontrollen noch Alkohol auf dieser Demo braucht und wir suchen nicht den Krawall um jeden Preis. Vielleicht laufen wir auch nicht jede Route bis zum Ende mit.
Wir unterstützen den Aufruf des Bündnisses , wenn wir auch in einigen Punkten andere Prioritäten setzen.
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- 1. Mai 2013 - folgt uns bei Twitter!
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