erstellt am: 23.04.2009
Die kurdische Linke, kurdische Jugendliche, wie auch Kurdistan Soligruppen rufen zu einem Block auf der Revolutionären 1. Mai Demonstration auf. Genug Gründe für die kurdische Bewegung zum Protest gibt es: der kurdische Sender Roj TV (Sitz in Dänemark) wurde in Deutschland verboten und Deutsche Waffen sind auch gegen den legitimen kurdischen Widerstand im Einsatz. Und aktuell soll die legale linke kurdische »Partei für eine Demokratische Gesellschaft« in der Türkei verboten werden, die mit 20 Abgeordneten im türkischen Parlament vertreten ist und bei den vergangenen Kommunalwahlen Ende März in den kurdischen Provinzen als klare Siegerin aus der Wahl hervorging.
Es kommt derzeit täglich zu Razzien und Festnahmen von gewählten kurdischen ParteivertreterInnen und zu einer massiven Repressionswelle gegen die linke sowie demokratische kurdische Bewegung, wie auch WahlbeobachterInnen aus Deutschland berichten konnten. Die WahlbeobachterInnen wurden in Kurdistan von der sog. "Antiterrorpolizei" festgesetzt und sämtliches Fotomaterial wurde beschlagnahmt. Der Kurdische Block auf der Revolutionären 1. Mai Demonstration fordert unter anderem die Rücknahme des Verbots von Roj TV, keine Unterstützung für das Folterland Türkei sowie sich aktiv einzusetzen gegen Repression von demokratisch gewählten ParteivertreterInnen und gegen den Krieg, der gegen die kurdische Freiheitsbewegung geführt wird.
Infos zur Repression in Kurdistan: Kurdistan-Solidaritätskomitee Berlin
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